[Megatutorial zu Google Analytics] Erfahren Sie, wie Sie die wichtigsten Metriken Ihres Onlineshops gewinnbringend steuern.

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Die Analytik ist in einem Onlineshop entscheidend. Es gibt keinen profitablen und erfolgreichen Shop, der nicht weiß, was auf seiner Website passiert, wie seine Kunden sind, wie sich die Besucher verhalten oder welche Produkte am häufigsten angeklickt werden.

Möchten Sie kostenlos auf alle diese informationen zugreifen? Dann müssen Sie lediglich Google Analytics in Ihrem Online-Shop installieren.

In diesem Tutorial erklären wir, wie man es installiert und welche Metriken Sie messen müssen, um Ihr Geschäft und das Verhalten Ihrer Kunden zu steuern.

Sind Sie bereit, alles über Ihren Shop zu erfahren?

Welcome to Google Analytics!

Was ist Google Analytics?

Lassen Sie uns ganz am Anfang beginnen.

Google Analytics oder einfach Analytics ist das bekannteste Webanalyse-Tool, das verwendet wird, um alle Statistiken einer Website einzusehen. Es ist ein kostenloses Tool von Google, und wenn Sie es nicht verwenden, sollten Sie damit beginnen.

Mit Analytics können Sie buchstäblich alles messen, was auf Ihrer Website passiert, aber, um es kurz zu machen, wirklich nützlich ist es für Sie zu wissen, wie viele Besuche die Website erhält, woher sie kommen, wie lange sie bleiben und was sie während dieser Zeit tun.

Darüber hinaus bietet es Online-Shops zusätzliche Funktionen, die wir uns später ansehen werden.

Lassen Sie uns Schritt für Schritt vorgehen.

So installieren Sie Google Analytics in Ihrem E-Commerce

Abgesehen davon, dass es kostenlos ist, ist ein weiterer wichtiger Punkt, dass die Installation von Google Analytics ziemlich einfach ist. Vor allem, wenn Ihr Online-Shop mit WordPress erstellt wurde.

Wenn nicht, keine Sorge, wir erklären Ihnen auch, wie Sie vorgehen, wenn Sie WordPress nicht benutzen.

1. Installieren Sie Google Analytics in WordPress mit einem Plugin

Beginnen wir mit der am wenigsten technisch anspruchsvollen Option. Sie müssen hierbei einfach das Plugin installiere, und es  mit wenigen Klicks konfigurieren.

Wenn Sie im Repository nachsehen, finden Sie eine unendliche Anzahl an Optionen. Hier die Analytics-Plugins, die wir empfehlen.

A. Google Analytics Dashboard für WordPress

In WordPress empfehlen wir Ihnen, das Plugin Google Analytics Dashboard für WordPress zu verwenden, wenn Sie mit dem Theme, das Sie verwenden den Tracking-Code nicht hinzuzufügen können.
Bevor Sie das Plugin installieren, überprüfen Sie die Optionen Ihres Themes und stellen Sie sicher, dass Sie nicht manuell tun können.

Normalerweise haben die meisten kostenpflichtigen Themes eine Option, den Code zur Kopfzeile hinzuzufügen – wenn dies bei Ihnen der Fall ist, fügen Sie einfach den Analytics-Code in diesem Abschnitt hinzu.
Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Sie diese Option nicht haben:

1. Installieren Sie das Plugin Google Analytics Dashboard für das WordPress: Sie können dies tun, indem Sie die Option “Plugins” durchsuchen und sie direkt in WordPress oder per FTP hochladen.

2. Verlinken Sie das Plugin mit Google Analytics: Suchen Sie in den Bereichen des WordPress-Menüs den Bereich „Google Analytics“ und klicken Sie auf „Authorize plugin“.

3. Wählen Sie die richtige Ansicht: Wählen Sie die Eigenschaft Ihrer Website (wenn Sie mehr als eine  haben) und klicken Sie auf „Save changes“.
Sehen wir uns die nächste Option an.

Let’s check out the next option.

B. Monster Insights

Es ist das Analytics-Plugin, das am häufigsten aus dem Repository heruntergeladen wird. Mit ein paar Klicks erhalten Sie Statistiken über den Traffic Ihrer Website, ohne das WordPress-Panel verlassen zu müssen.

Es hat eine kostenpflichtige Version, aber für Projekte, die nicht zu anspruchsvoll sind, ist die kostenlose Version mehr als genug.

Zu Beginn benötigen Sie den Tracking-Code, den Ihnen Analytics beim Erstellen einer neuen Property / Website generiert.

Um es herunterzuladen und zu wissen, wie es installiert wird, klicken Sie hier.

C. Simple Universal Google Analytics

Im Gegensatz zu den vorherigen zwei bietet dieses Plugin keine Datenvisualisierung aus dem Backend oder WordPress Panel.

Wie der Name schon sagt, können Sie den Tracking-Code ganz einfach platzieren, ohne auch nur eine Code-Zeile zu anzufassen.

Es ist weniger umfangreich als die vorherigen, aber um die Statistiken zu einzusehen, müssen Sie auf die Google Analytics-Website gehen.

Wenn Ihnen die  Tiefen von WordPress ungeheuer sind, wird Ihnen jede der drei Optionen einen guten Dienst tun.

2.Google Analytics manuell installieren

Unabhängig davon, ob Ihre Website WordPress verwendet, oder Sie ohne Plugins arbeiten möchten, müssen Sie den Code manuell hinzufügen, indem Sie die folgenden beiden Schritte ausführen:

1. Kopieren Sie den Code aus Google Analytics: Geben Sie in Ihrem Google Analytics-Bereich „Administrator“ ein und klicken Sie im Abschnitt „Tracking-Informationen“ auf den Code, der im Abschnitt „Tracking-Code“ angezeigt wird.

2. Fügen Sie den Code in den Header Bereich Ihrer Website: Sie sollten die Datei „header.php“ über FTP suchen, falls Ihre Website diese enthält, und den gesamten Code zwischen den <head> und </ head> Tags hinzufügen. Wenn Sie diese Datei nicht haben, müssen Sie den Code in allen Seiten zwischen den gleichen Tags hinzufügen.

Wenn Sie kein Programmierwissen haben, ist es besser, wenn Ihnen jemand hilft. ;)

3. Installieren Sie Analytics in Prestashop und anderen CMS

Wenn Sie Analytics in einem anderen CMS als WordPress installieren möchten (Drupal, Joomla, …), gibt es ebenfalls entsprechende  Plugins, die Ihnen die manuelle Installation ersparen.

Das gleiche gilt für Prestashop, hier ist es sogar noch einfacher. Sie müssen nur das offizielle Analytics-Modul installieren, das Sie hier herunterladen können.

Dieses Add-on ist kostenlos und ermöglicht die Enhanced E-Commerce-Funktionalität, die wir später erläutern werden, und die heutzutage in jedem E-Commerce unerlässlich ist.

4. Installieren Sie Google Analytics über den Google Tag Manager

Gehen wir zur letzten und technischsten Option über.  Für diejenigen, die in Sachen Webanalyse einen Schritt weiter gehen möchten, gibt es den Google Tag Manager.

Für den Moment müssen Sie nicht viel über dieses Tool wissen, außer dass es zur Eingabe des Analytics-Tracking-Scripts dient,  ohne Ihre Seite zu überlasten.

Schritte:

A. Erstellen Sie ein Account

Rufen Sie https://tagmanager.google.com/ auf und erstellen Sie ein Konto.

B. Fügen Sie einen neuen Container hinzu

Hier sehen Sie, wie Sie in Ihrem Account einen neuen Container erstellen können:

C. Eingabe in die Kopfzeile Ihrer Website 

Wie wir zuvor gesehen haben, wird der Code im Popup-Fenster angezeigt.

D. Fügen Sie die Tracking-Nummer hinzu

Erstellen Sie eine neue Property in Analytics und kopieren Sie die Tracking-Nummer. Erstellen Sie als Nächstes ein neues Tag und wählen Sie „Universal Analytics“.

Klicken Sie auf „Konfigurationsvariablen auswählen“ und „New variable“  Dort müssen Sie den Analytics-Tracking-Code eingeben, den Sie zuvor kopiert haben.

E. Enhanced Ecommerce

Aktiviert die Option des verbesserten elektronischen Handels (Enhanced Ecommerce).

Now it’s time to select the trigger.

Wählen Sie nun den ‘trigger‘, der das tag aktiviert. In diesem Fall wählen wir „All pages“ aus, um die Besuche auf allen Seiten zu messen.

F. Jetzt können Sie loslegen

Dann müssen Sie nur veröffentlichen und Sie haben Analytics startklar.

Wenn Sie den Tag-Manager nur nutzen, um den Analytics-Code einzugeben, lohnt sich die Mühe kaum. Im Normalfall möchten Sie jedoch Werte wie die Anzahl der Klicks auf die Kauf-Buttons tracken und Events in Analytics kreieren – wofür Sie den Tag Manager benötigen.

Sehen wir uns die Einzelheiten dieses gigantischen Mess-Tool an.

Das Google Analytics Panel

So sieht es von innen aus.  Die Hauptnavigation erfolgt im Menü auf der linken Seite des Bildschirms und dies sind die Abschnitte.

1. Home

Hier haben Sie auf einen Blick die wichtigsten Statistiken Ihrer Website. Sie können die Entwicklung der letzten Tage, die Besuche in Echtzeit und den Zugriff der Benutzer mit einem Diagramm für Tage und Stunden einsehen.

Dies ist die Ansicht, die Sie standardmäßig beim Login haben.

Der zweite Abschnitt, den Sie im linken Menü finden, ist für Reports und benutzerdefinierte Optionen. Momentan können Sie es ignorieren.

2. In Echtzeit

Möchten Sie die Anzahl, Zeit und Ort der Besuche auf Ihrer Website wissen?

Dann sind Sie hier an der richtigen Stelle.

Viele Nutzer sind nach dieser Funktionalität regelrecht süchtig. Es ist gut, den Echtzeitverkehr zu kennen, aber Sie müssen nicht alle 20 Minuten darauf schauen.

Hier können Sie auch, sofern Sie sie konfiguriert haben, können Sie hier auch die im Tag-Manager erstellten Events sehen.

3. Publikum

Der Reiter “Übersicht” bietet Ihnen die grundlegenden Metriken Ihrer Website:

Benutzer
Sitzungen
Seiten pro Sitzung
Absprungrate
Durchschnittliche Dauer der Sitzung

Damit sollten Sie eine Vorstellung davon bekommen, wie sich Ihr E-Commerce in Bezug auf Traffic verhält. Außerdem haben Sie Statistiken aller Art über Ihre durchschnittliche Zielgruppe:

  • Demographische Daten
  • Interessen
  • Geräte, die beim besuch Ihrer Website verwendet werden.
  • Usw.

Wenn Sie unseren Artikel über die Buyer Persona gelesen und diese definiert haben, können Sie das Profil mit dem Profil Ihres Besuchers vergleichen.

4. Acquisition

Nehmen Sie sich für diesen Teil Zeit, er verbirgt wertvolle Informationen.

Hier sehen Sie im Detail, wo der Traffic auf Ihrer Website herkommt.

In der Übersicht sehen Sie etwas in dieser Art:

Jeder der farbigen Abschnitte stellt eine Besucherquelle dar.

  • Organic Search: Besuche, die nach einer Google-Suche zustandekommen
  • Direct: Direkter Zugriff auf Ihre Domain über den Browser
  • Social: Anteil der Besuche, die über sie sozialen Netzwerke hereinkommen
  • Referral: Traffic durch andere Seiten, die die Links zu deiner Website enthalten
  • Email: Wenn Sie eine E-Mail-Marketingkampagne implementiert haben, sehen Sie hier die Ergebnisse.

Mit dieser Information allein haben wir schon eine gute Basis, aber es geht noch weiter. Wenn Sie auf die Zielgruppenübersicht klicken, werden die Quellen im Einzelnen aufgelistet. Voraussetzung ist, dass Sie den Enhanced Ecommerce aktiviert haben.
In der unten stehenden Tabelle sehen Sie zum Beispiel Ihre Performance über die sozialen Netzwerke.

In diesem Fall ist Instagram das soziale Netzwerk, das die meisten Verkäufe generiert hat. Diese Informationen sind als Entscheidungshilfe Gold wert, meinen Sie nicht?

5. Verhalten

Eine weitere wichtige Komponente von Analytics ist die Analyse des Nutzerverhaltens auf Ihrer Website: 

welche Seiten werden am häufigsten besucht, wo verbringt der Nutzer die meiste Zeit verbringt, an welcher Stelle verlässt er die Website?

Der gesamte Navigationsfluss wird durch Klicken auf „Verhaltensfluss“ angezeigt. Anhand einer Grafik aus Pfeilen und Farben sehen wir, wie der Benutzer auf jeder Seite agiert. In Rot wird angezeigt, wenn die jemand die Website verlässt, und in Grün der Fluss zu anderen URLs.

Dieser Abschnitt ist wichtig, um Fluchtpunkte zu erkennen (die URLs, die Benutzer normalerweise verlassen).

Nachdem wir diese Seiten identifiziert haben, können wir Strategien erarbeiten, die den besucher zum bleiben bewegen, zum Beispiel interaktive oder verwandte Inhalte.

6. Conversions  und Zielvorhaben

Unabhängig davon, ob Sie einen Online-Shop haben oder nicht, müssen Sie die Zielvorhaben Ihrer Website richtig konfigurieren.

Die Auswahl an Möglichkeiten ist enorm:

Trichteranalyse: Nach der Konfiguration können Sie überprüfen, an welcher Stelle Warenkörbe verlassen werden.
Attributionsmodellierung: Welcher Quelle können wir einen Verkauf zuordnen? Selten erfolgt beim ersten Kontakt eine Conversion. In diesem Feld können wir sehen, welche Kombinationen von Quellen am besten funktionieren.
Produktleistung: Welches sind die Bestseller, Durchschnittspreis, Rückerstattung … alle Informationen Ihres E-Commerce auf einen Blick.

In der Grafik sehen Sie die Attributionen, den Ursprung der Conversions.

Das Beste daran ist, dass die Informationen immer sehr visuell präsentiert werden – ein Blick genügt.

Hier ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Kampagne starten, aber nicht wissen, wo Sie dies tun können:

Mit dieser Grafik haben Sie den Verlauf  von dem, was für Sie bisher am besten funktioniert hat.

Zusammenfassung: Was sollten Sie in Google Analytics messen? 

Wenn Sie sich von den von vielen Informationen im vorherigen Abschnitt überrumpelt fühlen, machen Sie sich keine Sorgen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Grundlagen, die Sie messen sollten.

Denken Sie daran, dass dieses Analysetool Hunderte von Metriken und Daten bietet, aber nicht alle gleich wichtig sind.

Wir haben in einem der vorigen Posts die so genannten Vanity Metrics erwähnt, die auf den ersten Blick viel hermachen, aber an sich wenig Nutzen haben.

Konzentrieren Sie sich auf die Werte, die den Erfolg oder Misserfolg Ihres Unternehmens bestimmen. Möchten Sie wissen, was diese Metriken sind?

1. Ziel-Conversions: Conversions (diese können Sie mit diesem Tutorial konfigurieren) sind die wichtigste Kennzahl. Sie sollten die Zahl Ihrer Umsätze kennen, und wissen, wie viel Prozent der Besucher den Kauf abschließen. Und mit Google Analytics können Sie Ihren Verkaufstrichter verfolgen und erfahren, durch welche Seiten Sie die meisten Umsátze machen.

2. Traffic-Quellen: Woher kommen Ihre Besuche? Funktionieren die sozialen Netzwerke? Ist das Banner, das Sie auf einer anderen Webseite bezahlen, nützlich? In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie viele Besucher Sie aus jeder Quelle erhalten (Social Media, Online-Werbung, Internet-Seiten …) und Sie können nachvollziehen, wie viele Conversions sich jeweils daraus ergeben. Dies ist unerlässlich, um Rentabilität von Werbung und Social Media zu erkennen.

3. Bounce Rate: Wenn ein Benutzer den Shop besucht und gleich wieder verlässt, ist das ein schlechtes Zeichen. Wissen Sie, wie Sie die Absprungrate auf einem sehr niedrigen Prozentsatz halten können? Verwenden eine  interne Suchmaschine wie Doofinder.

4. Demografische Daten: Entdecken Sie den genauen Ort Ihrer Besuche und welche Städte in Ihrem Shop am meisten kaufen. Dies könnte Ihnen zum Beispiel helfen, eine Stadt zu entdecken, wo es sich lohnt, in Zukunft einen Laden zu eröffnen.

5. Ausstiegsseiten: im Reiter „Verhaltensfluss“ sehen Sie die Seiten, auf denen die meisten Besucher Ihren Shop verlassen. Dies hilft Ihnen die Bereiche herauszufinden, die verbessert werden müssen, und welche Fehler dort auftreten.

Versuchen Sie am Anfang nicht alles zu messen. Wie Sie gesehen haben, ist Analytics riesig und Sie würden Tausende von Stunden damit verbringen, alles zu kontrollieren.

Konzentrieren Sie sich auf das, was wichtig ist, und fügen Sie weitere Messwerte hinzu, wenn Sie sie benötigen.

Der Schlüssel zu einer guten Nutzung von Google Analytics

Wie wir im Artikel zur Webanalyse erläutert haben, liegt das Potenzial des Tools nicht in der Menge an Daten, die es bietet, sondern in der Information, die sich hinter diesen Daten verbirgt.

Es ist ein Hilfsmittel, das 100% objektive Daten bietet, aber es sagt Ihnen nicht, welche Probleme oder Chancen sich dahinter verbergen.

Ein guter Analyst ist in der Lage, diese Daten zu erfassen und Ihre Essenz zu extrahieren –  das ist Ihre Aufgabe bei Analytics. Nutzen Sie das  Wissen von Analytics um Ihren  E-Commerce zum Erfolg führen.

Sie können es sich nicht leisten, keine Messwerte Ihres Online-Shop zu tracken, und mit Google Analytics ist es kostenlos. Sie würden Kunden, Geld und Zeit verlieren. Und das wollen Sie sicher nicht.

Genießen Sie Analytics und konsumieren Sie es in gesunden Maßen, aber holen Sie alle Potenziale aus Ihrem Shop!