Die meisten Shopsuchen sind Keyword-Maschinen. Tippt jemand „Geschenk für meine Mutter, sie kocht gern und hat einen Garten“, kommt eine leere Ergebnisseite oder eine zufällige Trefferliste. Die Anfrage war völlig verständlich, nur eben nicht als Keyword formuliert.

Der DooFinder AI Assistant setzt genau da an. Er versteht ganze Sätze, stellt Rückfragen und führt zu einem konkreten Produkt aus deinem Katalog. Und er hängt an der Stelle, die Kund:innen ohnehin zuerst ansteuern: 83 % nutzen die Suchleiste des Shops, für 43 % ist sie die primäre Methode der Produktsuche (DooFinder Online Shopping Studie 2025, 500 Befragte in Deutschland).

Seit Version 2 sitzt er außerdem direkt auf der Produktseite, also an der Stelle, an der die Kaufentscheidung tatsächlich fällt. Er ist damit eine Ausprägung von Conversational Commerce, die im Shop selbst stattfindet und nicht im Messenger. Was er im Detail macht, wie das Setup abläuft und wo seine Grenzen liegen, steht hier.

Was der DooFinder AI Assistant ist

Der DooFinder AI Assistant ist ein KI-gestützter Einkaufsberater, der direkt auf deinem Produktkatalog und auf Inhalten arbeitet, die du selbst freigibst. Kund:innen schreiben oder sprechen ihr Anliegen, der Assistant antwortet mit passenden Produkten, Vergleichen oder Auskünften.

Der Unterschied zu einem klassischen Chatbot liegt nicht im Chatfenster, sondern dahinter. Ein regelbasierter Chatbot folgt vordefinierten Antwortpfaden. Fällt eine Frage aus dem Raster, landet die Kundin in einer Sackgasse. Der Assistant interpretiert die Absicht hinter der Formulierung und greift dabei auf deine echten Daten zu, statt Antworten frei zu generieren.

Und er ersetzt deine Suche nicht. Beide laufen parallel auf derselben DooFinder-Ebene, teilen sich denselben Index und übergeben aneinander.

Was der AI Assistant im Shop tatsächlich macht

Er versteht Absichten, nicht nur Keywords

„Welche Spielsachen eignen sich für einen Strandurlaub mit meinen Kindern?“ ist keine Suchanfrage im klassischen Sinn. Der Assistant zerlegt sie trotzdem: Zielgruppe Kinder, Kontext Strand, vermutlich Sand und Wasser, wahrscheinlich mehrere Altersstufen. Zurück kommt eine Auswahl, keine Trefferliste.

Bei fehlenden Angaben fragt er nach, statt zu raten. Alter? Budget? Eher Wasserspielzeug oder Sandspielzeug?

Produktvergleiche direkt im Chat

Auf Nachfrage stellt der Assistant Produkte visuell gegenüber, mit vier bis sechs Kriterien wie Gewicht, Maße, Material, Bewertung und Preis. „Welcher Buggy ist besser für Reisen?“ führt zu einem Vergleich, der sich per Chat weiter eingrenzen lässt: „nur unter 7 kg“, „mit Regenverdeck“. Der Vergleich lässt sich im Vollbild öffnen.

Antworten auf Versand-, Retouren- und Zahlungsfragen

Du lädst deine Richtlinien hoch, der Assistant beantwortet daraus. Auf die Frage „Kann ich das als Geschenk zurückgeben?“ kommt die Auskunft aus deiner hinterlegten Retourenpolicy inklusive Quellenhinweis und Stand des Dokuments. Seit Version 2 zieht er dabei deine komplette Knowledge Base heran, nicht nur einzelne Ausschnitte davon.

Das nimmt Fragen aus dem Support raus, die dort ohnehin nur Zeit kosten, und beantwortet sie an der Stelle, an der sie sonst zum Kaufabbruch führen.

Er sitzt auf der Produktseite, nicht in der Ecke

Die meisten Chat-Widgets hängen unten rechts und warten. Der Assistant öffnet sich auf der Produktdetailseite als seitliches Panel, das die Seite nicht blockiert. Kund:innen sehen das Produkt weiter, scrollen weiter, kaufen weiter.

Er kennt dabei den Kontext der Seite, auf der das Gespräch startet. Und er sucht sich Informationen dazu, wenn ihm etwas fehlt. Ein Beispiel: Jemand schaut sich Trailrunning-Schuhe an und fragt „Was ist eine EVA-Sohle?“. Der Assistant kennt die Specs des Schuhs vor sich und erklärt zusätzlich, was EVA bedeutet, also Dämpfung, Haltbarkeit und wann sich das lohnt. Diese Definition steht weder im Feed noch in deiner Knowledge Base.

Das ist der Unterschied zwischen einem Support-Chat und Beratung im Moment der Entscheidung.

Übergabe an Suche und Filter

Wenn eine Kundin mitten im Gespräch doch lieber selbst filtern will, wechselt sie in die klassische Suche. Der Gesprächsverlauf bleibt erhalten, sie fängt nicht bei null an.

Wöchentlicher Insights-Report

Jede Woche bekommst du automatisch eine Auswertung der Gespräche im Postfach. Kein Dashboard, das du dir selbst zusammenklicken musst.

Drin steht, welche Themen und Trends in den Konversationen aufgetaucht sind, aufgeschlüsselt nach Kategorien:

  • Probleme mit Navigation und Bedienung deines Shops
  • die am häufigsten gesuchten Produkte
  • Nischeninteressen, die im Sortiment noch fehlen
  • Serviceanfragen zu Versand, Retouren, Rabatten und Ähnlichem

Dazu kommt jede Woche ein konkretes Gesprächsbeispiel, an dem du siehst, wie Kund:innen tatsächlich formulieren.

Das Nützliche daran sind weniger die Zahlen als die Formulierungen. Wenn dreimal pro Woche nach „wasserdichte Kinderuhren unter 35 Euro“ gefragt wird und du das nicht führst, ist das eine Sortimentsentscheidung. Wenn stattdessen ständig gefragt wird, wo der Rabattcode eingelöst wird, ist das ein UX-Problem im Checkout.

Zusammenspiel mit AI Visual Tagging

Der Assistant ist nur so gut wie die Daten, auf die er zugreift. Genau da hakt es in vielen Katalogen: Produktbeschreibungen enthalten die Begriffe nicht, nach denen tatsächlich gefragt wird.

AI Visual Tagging analysiert die Produktbilder auf Farben, Materialien, Formen und Stile und erzeugt daraus automatisch Tags. Sucht jemand nach „minimalistischen Möbeln für kleine Wohnungen“, findet der Assistant passende Artikel auch dann, wenn diese Wörter in keiner Beschreibung stehen.

Beide Funktionen zusammen bedeuten: du musst weder deinen Katalog manuell nachtaggen noch Beschreibungen umschreiben, damit der Dialog funktioniert.

Zwei Shops, die den AI Assistant einsetzen

Farma2Go, eine Online-Apotheke, nutzt den Assistant für erklärungsbedürftige Produktinformationen. Der Assistant greift ausschließlich auf freigegebene Inhalte zu, beantwortet sachliche Fragen und führt zu passenden Produkten, ohne regulatorische Grenzen zu überschreiten. Keine medizinische Beratung, aber genug Orientierung für eine Entscheidung.

Munich Sports, eine Schuh- und Sportmarke aus Barcelona mit über 40 eigenen Stores in Spanien und Andorra, setzt den Assistant ein, um das Beratungsgefühl aus dem Laden online abzubilden. Denn wie bei vielen Fashion-Marken sagen die Produktnamen für sich genommen wenig aus. Wer nach einem Stil, einem Anlass oder einer vagen Vorstellung sucht, kennt den Modellnamen nicht und kommt über die klassische Suche kaum weiter.

Genau diese Lücke schließt der AI Assistant, weil er die Absicht interpretiert statt den Produktnamen abzugleichen. In Kombination mit Visual Tagging wird das deutlich besser: Die aus den Produktbildern gewonnenen Attribute geben dem Assistant Kontext, den der Katalogtext nicht hergibt. Für einen mehrsprachigen Shop ist das besonders relevant, weil die Produktfindung in jeder Sprachversion gleich gut funktionieren muss.

Weitere Anwendungsfälle, von mehrsprachigem Support bis zu Insights aus dem Suchverhalten, findest du in unserer Übersicht zu AI Shopping Assistant Use Cases & Praxisbeispiele.

Setup und Voraussetzungen für den AI Assistant

Plattformen: Shopware, Shopify, JTL, Magento, PrestaShop, WooCommerce

Einrichtungsdauer: wenige Minuten. Du aktivierst den Assistant im Admin Panel, mehr ist nicht nötig.

Was du mitbringen musst:

  • Einen Produktfeed, der bei Doofinder bereits läuft. Der Assistant baut auf deinem bestehenden Index auf.
  • Deine Richtlinien als Dokument, wenn er verbindlich zu Versand, Retouren oder Zahlung antworten soll. Was du hochlädst, fließt in jede Antwort ein.
  • Eine Entscheidung, in welchen Sprachen er laufen soll.

Auf Produktseiten aktivieren: zwei Schalter unter AI Assistant › Configuration umlegen, einmal den Assistant für PDPs und einmal das Fragen-Banner auf der Produktseite. Danach wählst du über einen visuellen CSS-Selektor aus, an welcher Stelle das Widget erscheint. Dauert etwa eine Minute.

Preis: Der AI Assistant ist in den Plänen Advanced und Enterprise verfügbar und wird separat berechnet, auch bei Advanced. Er ist also nicht Teil des regulären Abos. Der Einstieg liegt bei 299 € für 3.500 Responses, größere Kontingente gibt es im Enterprise-Plan.

Als Response zählt jede Antwort des Assistants, unabhängig davon, ob dabei Produkte ausgespielt werden. Reine Informationsantworten, etwa zu Versand oder Retouren, zählen also mit.

Testen: 15 Tage kostenlos. Bestandskund:innen starten den Test über das Banner auf der Seite „Mein Abo“ im Admin Panel. Neukund:innen fordern ihn beim Checkout über die Schaltfläche in der Advanced-Spalte an.

Programmieraufwand fällt keiner an, alles läuft über das Admin Panel. Die Verbesserungen aus Version 2 greifen übrigens auch dann, wenn du den Assistant nicht auf Produktseiten ausspielst.

Wo die Grenzen liegen vom DooFinder AI Assistant

Drei Dinge, die wir lieber vorher sagen als hinterher.

Schlechte Produktdaten repariert er nicht. Wenn Varianten fehlen, Maße nicht gepflegt sind oder Kategorien durcheinandergehen, merkt man das im Dialog sofort. Visual Tagging fängt einiges ab, aber nicht alles.

Er löst keine Bestellungen aus. Der Assistant berät, vergleicht und beantwortet Fragen. Er legt keine Warenkörbe an und stößt keine Retouren im Backend an. Wenn du wissen willst, wohin die Entwicklung dort geht, lies unseren Artikel zu Agentic Commerce.

Er ersetzt deinen Support nicht. Bei Reklamationen, Sonderfällen und allem, wo jemand verärgert ist, gehört ein Mensch ans andere Ende. Der Assistant nimmt die Routine weg, nicht die Fälle, die Fingerspitzengefühl brauchen.

FAQ – Häufige Fragen zum DooFinder AI Assistant

Ein KI-gestützter Einkaufsberater für Online-Shops. Er versteht Anfragen in natürlicher Sprache, empfiehlt Produkte aus deinem Katalog, vergleicht sie im Chat und beantwortet Fragen zu Versand, Retouren oder Zahlung auf Basis der Inhalte, die du hochlädst.

Ein regelbasierter Chatbot arbeitet mit vordefinierten Antwortpfaden. Der Assistant interpretiert die Absicht hinter einer Formulierung und greift dabei auf deinen echten Produktkatalog und deine freigegebenen Dokumente zu.

Seit Version 2 auch direkt auf Produktdetailseiten, als seitliches Panel, das die Seite nicht überdeckt. Die Platzierung legst du selbst über einen visuellen Selektor fest.

Nein. Suche und Assistant laufen parallel und übergeben aneinander. Wer weiß, was er sucht, tippt weiter ins Suchfeld. Wer erst herausfinden muss, was passt, geht in den Dialog.

Wenige Minuten. Der DooFinder AI Assistant wird im Admin Panel aktiviert, Programmierung ist nicht nötig. Voraussetzung ist ein Produktfeed, der bei DooFinder bereits läuft.

Er ist in Advanced und Enterprise verfügbar und wird separat zum Abo berechnet. Der Einstieg liegt bei 299 € für 3.500 Responses. Vorher kannst du ihn 15 Tage kostenlos testen.