Bei Petromax nutzen nur 3,8 % der Besucher die Suchfunktion. Wer sie nutzt, kauft allerdings mit zehnfach höherer Wahrscheinlichkeit als alle anderen. Die Conversion Rate der Suchenden liegt bei 5,0 %.

Die Suchleiste ist also selten der meistgenutzte Teil eines Shops, aber fast immer der wertvollste. Und dort tippen Kunden meistens genau ein Wort: In 1.078.021 Suchanfragen aus deutschen Mode-Shops bestehen 89,5 % der häufigen Anfragen aus einem einzigen Begriff. An diesem einen Wort hängt der Kauf.

Die meisten Shops optimieren das Aussehen ihrer Suchleiste und lassen die Logik dahinter, wie sie ist. Dieser Artikel dreht die Reihenfolge um. Jeder der 11 Hebel beginnt mit dem, was Kunden tatsächlich eintippen, und zeigt dann, was ein Shop daraus machen kann.

Wonach Kunden im Onlineshop wirklich suchen

In unserer Analyse des Suchverhaltens in Mode-Onlineshops fallen die häufigen Suchen in drei Gruppen:

  • Universalbedarf: Begriffe wie „jacke“, „kostüm“ oder „fußballschuhe“, die in vielen Shops gleichzeitig vorkommen. Hier entscheidet die Suche, ob ein Shop seinen Anteil an der Nachfrage bekommt.
  • Brand-Nische: Markennamen und Modelle wie „adidas samba“. Diese Kunden wissen genau, was sie wollen, und verzeihen keine falschen Treffer.
  • Service: „retoure“, „rücksendung“ oder „gutschein“. Diese Kunden suchen eine Antwort auf eine Frage.

Jede Gruppe braucht etwas anderes von der Suche. Petromax beschreibt dasselbe aus Kundensicht: Der Zielgerichtete will Tempo und exakte Treffer, der Stöberer will Inspiration, der Unsichere will Beratung. Eine Suchfunktion, die nur eine dieser Gruppen bedient, verliert die beiden anderen.

Ausgewertet wurden Begriffe mit mindestens 50 Suchen in mindestens 5 Shops (Januar bis März 2026). Lange, einzigartige Anfragen fallen dadurch aus der Statistik. Die Zahlen beschreiben also das Hauptvolumen, nicht jede einzelne Suche.

Ebene 1: Die Suchleiste

Hebel 1: Sichtbar platzieren, vor allem mobil

Versteckt

Ein Tipp mehr, bevor jemand suchen kann.Das Icon konkurriert mit Menü und Warenkorb.

Sichtbar

Sofort sichtbar, ohne zusätzlichen Tipp.Der Platzhalter zeigt, was eingegeben werden darf.

Petromax hat genau diesen Wechsel per mobilem A/B-Test geprüft.

Schematische Darstellung. Test: Petromax, Doofinder Analytics.

Eine Suche, die niemand findet, kann nicht konvertieren. Auf dem Desktop gehört die Suchleiste in den Header, gut sichtbar und breit genug für zwei, drei Wörter. Ein Lupensymbol und ein konkreter Platzhaltertext („Jacke, Marke oder Artikelnummer“ statt „Suche“) zeigen, was eingegeben werden darf.

Mobil ist die Lage schwieriger. Viele Shops verstecken die Suche hinter einem Icon, um Platz zu sparen. Petromax hat genau das getestet und die Suche im mobilen Layout per A/B-Test deutlich prominenter platziert.

Unsere Empfehlung: Auf dem Smartphone sollte die Suchleiste als Feld sichtbar sein, ohne dass jemand erst ein Icon antippen muss.

Hebel 2: Vorschläge, bevor jemand tippt

1 · Klick ins leere FeldBeispiel Sallys Shop

2 · Die ersten BuchstabenSchematisch

Hilft allen, die noch keinen Suchbegriff im Kopf haben.Lenkt die Nachfrage auf Begriffe mit guten Ergebnissen.

Drei Buchstaben reichen für alle Modelle einer Marke.Adidas wird in mindestens acht Varianten gesucht.

+42 %

mehr Nutzung der Suche bei Sallys Shop nach dem Wechsel auf die neue Suche.

Quellen: Sallys Shop × Doofinder; Doofinder-Nachfrageanalyse Mode Q1 2026. Rechte Seite schematisch.

Autocomplete beginnt beim ersten Buchstaben. Die stärkere Variante setzt schon früher an, beim Klick ins leere Suchfeld. Sallys Shop zeigt dort beliebte Suchanfragen wie „vorratsdosen“, „emaille“ oder „gusseisen“ und daneben aktuelle Highlights mit Bild und Preis.

Das hilft vor allem dem Stöberer, der noch keinen Suchbegriff im Kopf hat. Und es lenkt die Nachfrage auf Begriffe, für die der Shop gute Ergebnisse hat. Nach dem Wechsel auf die neue Suche stieg deren Nutzung bei Sallys Shop insgesamt um 42 %.

Für die Vorschläge während des Tippens gilt: Sie sollten Schreibvarianten auffangen. Wer „adi“ tippt, sollte „adidas samba“ sehen, nicht nur Begriffe, die exakt mit „adi“ beginnen.

Ebene 2: Die Suchlogik

Hebel 3: Tippfehler tolerieren

Ohne Fehlertoleranz

Mit Fehlertoleranz

Der Kunde will kaufen, das Produkt ist da.Die Suche zeigt trotzdem eine leere Seite.

Die Suche erkennt die Schreibvariante.Der Kunde sieht sofort die passenden Produkte.

Aus echten Suchdaten

fussballschuhe→fußballschuhe

1.503Suchen im Q1 2026

reebo→reebok

514Suchen im Q1 2026

dutch ofen→dutch oven

Live-Suche bei Petromax

Quellen: Doofinder-Nachfrageanalyse Mode Q1 2026; Petromax × Doofinder. Suchfenster schematisch.

Tippfehler sind kein Randproblem. Die Schreibweise „fussballschuhe“ statt „fußballschuhe“ kam im ersten Quartal auf 1.503 Suchen, „reebo“ statt „reebok“ auf 514. Bei Petromax tippen Kunden „dutch ofen“ und erwarten trotzdem den Dutch Oven.

Eine Suche ohne Fehlertoleranz zeigt bei solchen Anfragen eine leere Seite. Eine Fuzzy Search gleicht ähnliche Zeichenfolgen ab und findet das richtige Produkt. Mobil ist das noch wichtiger: Petromax sieht dort kürzere Anfragen, mehr Tippfehler und weniger Geduld als am Desktop.

Hebel 4: Die Sprache der Kunden verstehen

Drei Begriffe, ein ProduktBeispiel Sallys Shop

Die Tasse aus Sallys Videos heißt im Katalog „Belly Mug“. Die Suche versteht trotzdem, wie die Community sie nennt.

Aus echten Suchdaten

kostümkarnevalfasching

10.828Suchen im Q1 2026 für ein und denselben Anlass

adidasadidas originalsadidas zx+5

7.800+Suchen im Q1 2026, verteilt auf mindestens acht Varianten

Quellen: Sallys Shop × Doofinder; Doofinder-Nachfrageanalyse Mode Q1 2026.

„Kostüm“, „Karneval“ und „Fasching“ kamen im ersten Quartal zusammen auf 10.828 Suchen. Adidas wird in mindestens acht Varianten gesucht, zusammen über 7.800-mal. Kunden benutzen ihre Wörter, nicht die aus dem Produktkatalog.

Sallys Shop hat dafür ein schönes Beispiel. Die Tasse, die Sally in ihren Videos benutzt, heißt im Katalog „Belly Mug“. Die Community sucht nach „Bauchtasse“ oder „Lieblingstasse“. Alle drei Begriffe führen heute zum selben Produkt.

Zwei Wege führen dorthin: gepflegte Synonymlisten und semantische Suche, die Bedeutungen statt Wörter vergleicht. In der Praxis braucht ein Shop beides. Synonymlisten sind präzise, aber sie decken nur ab, was jemand eingetragen hat. Semantische Suche erkennt auch neue Formulierungen, ist bei exakten Begriffen aber weniger zuverlässig.

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Hebel 5: Service-Suchen weiterleiten

Ohne Weiterleitung

Mit Weiterleitung

Die Suche zeigt Produkte, die zufällig ähnlich klingen.Der Kunde sucht weiter oder schreibt dem Support.

Eine feste Regel: „retoure“ führt zur Retourenseite.Keine Ergebnisliste, kein Umweg.

Aus echten Suchdaten

retourerücksendungrückgabe

3.091Suchen im Q1 2026, verteilt auf 65 Shops

versandlieferzeitgutscheingrößentabelle

Service-Begriffe, die du in deinen Suchdaten prüfen solltest

Hookain macht Support- und Rechtsseiten über die Suche erreichbar. Seitdem kommen deutlich weniger Support-E-Mails.

Quellen: Doofinder-Nachfrageanalyse Mode Q1 2026; Hookain Case Study. Suchfenster schematisch.

„Retoure“, „Rücksendung“ und „Rückgabe“ kamen im ersten Quartal auf 3.091 Suchen, verteilt auf 65 Shops. Niemand davon will eine Jacke. Diese Kunden wollen das Retourenformular, und eine Produktsuche zeigt ihnen im besten Fall nichts, im schlechtesten Fall zufällige Artikel.

Die Lösung ist eine feste Weiterleitung: Wer „retoure“ tippt, landet direkt auf der Retourenseite. Hookain hat so Supportseiten, Impressum und Rechtstexte über die Suche erreichbar gemacht. Das Ergebnis laut Hookain: deutlich weniger Support-E-Mails. Auch Sallys Shop meldet weniger Supportanfragen seit der Umstellung.

Prüf in deinen Suchdaten, welche Service-Begriffe vorkommen. Versand, Lieferzeit, Gutschein und Größentabelle tauchen fast überall auf.

Hebel 6: Fragen und Inhalte ernst nehmen

Die Anfrage „can i ask you a question please?“ taucht inklusive Tippvariante 552-mal auf, verteilt auf 12 Shops. Ein Teil der Kunden behandelt die Suchleiste längst wie ein Chatfenster.

Andere suchen nach Wissen statt nach Ware. Bei Kölle Zoo war das meistgeklickte Ergebnis für „Hundemäntel“ ein Blogartikel. Die Kunden wollten zuerst wissen, ob ihr Hund überhaupt einen Mantel braucht. Wer Ratgeber und Rezepte mit in die Suche aufnimmt, fängt diese Kunden auf, statt sie zu Google zu schicken.

Petromax ist einen Schritt weiter gegangen und hat einen KI-Berater per A/B-Test auf allen Produktseiten geprüft. Die Ergebnisse nach sechs Wochen und 1.278 Gesprächen:

A/B-Test KI-Berater · Petromax

Alle Produktseiten6 Wochen1.278 Gespräche
KennzahlOhne BeraterMit Berater
KaufrateAnteil der Besucher, die kaufen 1,80 % 1,79 %kein signifikanter Effekt
Ø WarenkorbWert pro Bestellung 77,66 €
82,62 €rund +6 %
Umsatz pro Besucher99,9 % statistische Sicherheit Basis +2,6 %

Gleich viele Käufer. Aber jeder Kauf ist größer.

Quelle: Petromax × Doofinder, A/B-Test mit und ohne KI-Berater auf den Produktseiten, echte Besucher.

Die Kaufrate blieb flach, es kauften also nicht mehr Menschen. Wer gekauft hat, hat aber mehr gekauft. Das ist eine ehrlichere Zahl als die meisten KI-Versprechen, und sie zeigt, wo der Hebel liegt: in der Beratung zu Größe, Zubehör und Einsatzzweck. Mehr dazu im Artikel zur Natural Language Search.

Ebene 3: Die Ergebnisse

Hebel 7: Null-Treffer als Nachfrage behandeln

Das Problem · Petromax

12 %

aller Suchen liefern kein Ergebnis.

400+

Suchen nach einem Produkt, das der Shop selbst führt.

Drei Ursachen, drei Lösungen

Suche ohne Ergebnis
1

Ursache

Der Begriff fehlt in den Produktdaten.

Lösung

Synonym anlegen oder den Produkttext um den Kundenbegriff ergänzen.

Siehe Hebel 3 und 4: Schreibvarianten und Kundensprache.
2

Ursache

Der Shop führt das Produkt nicht.

Lösung

Auf die beste Alternative aus dem eigenen Sortiment umleiten.

Oonique: Viele suchten eucalan, ein Wollwaschmittel, das der Shop nicht führt. Heute führt die Suche zum eigenen Pflegeprodukt.
+77,4 % CTR+47 % Conversion Rate
3

Ursache

Der Kunde sucht eine Information, kein Produkt.

Lösung

Fest auf die passende Seite weiterleiten.

retoure führt direkt zur Retourenseite. Siehe Hebel 5.

Jede Null-Treffer-Seite braucht:

Alternativen aus derselben Kategorie Beliebte Produkte Einen Weg zum Kundenservice

Quellen: Petromax × Doofinder; Oonique Case Study (Werte nach dem Wechsel auf die neue Suche).

Bei Petromax liefern 12 % aller Suchen kein Ergebnis. Darunter waren über 400 Suchen nach einem Produktnamen, den Petromax selbst führt. Das ist der teuerste Fehler, den eine Suche machen kann: Der Kunde will kaufen, das Produkt ist da, und die Suche sagt Nein.

Null-Treffer sind unbeantwortete Nachfrage. Jede davon hat einen von drei Gründen:

  • Der Begriff fehlt in den Produktdaten. Dann hilft ein Synonym oder eine Ergänzung im Produkttext.
  • Das Produkt gibt es nicht. Dann hilft eine Umleitung auf die beste Alternative.
  • Die Suche ist gemeint, das Sortiment nicht. Dann hilft eine Weiterleitung auf die richtige Seite (siehe Hebel 5).

Oonique hat den zweiten Fall gelöst. Viele Kunden suchten nach „Eucalan“, einem Wollwaschmittel, das der Shop nicht führt. Heute führt die Suche auf das eigene Pflegeprodukt. Nach dem Wechsel auf die neue Suche stieg die Click-Through-Rate bei Oonique um 77,4 % und die Conversion Rate um 47 %.

Was auf keiner Null-Treffer-Seite fehlen sollte: Alternativen aus derselben Kategorie, beliebte Produkte und ein Weg zum Kundenservice.

Hebel 8: Filter, die zum Sortiment passen

Standardfilter

Filter nach SortimentBeispiel Hookain

Funktioniert für jedes Sortiment, trifft aber selten die eigentliche Kaufentscheidung.

Über 100 Aromen als Icons. Kunden kombinieren und entdecken Sorten, die sie nicht kannten.Laut Hookain gibt es seitdem kaum noch Ladenhüter.

Wonach entscheiden deine Kunden?

Outdoor

Personenzahl

Bei Petromax schlägt dutch oven 6 personen die passenden Größen vor.

Mode

Passform

Schmal, regulär oder weit geschnitten.

Kosmetik

Hauttyp

Trocken, fettig, empfindlich: muss in den Produktdaten gepflegt sein.

Quellen: Hookain Case Study; Petromax × Doofinder. Filterfenster schematisch.

Standardfilter wie Preis, Marke und Farbe reichen für wenige Sortimente. Hookain verkauft Shisha-Tabak in über 100 Aromen und hat diese als Filter mit Icons dargestellt. Kunden kombinieren Aromen wie Ananas und Orange und entdecken dabei Produkte, die sie vorher nicht kannten. Laut Hookain gibt es seitdem kaum noch Ladenhüter.

Die Frage für deinen Shop lautet: Nach welchen Eigenschaften entscheiden deine Kunden wirklich? Bei Outdoor-Ausrüstung ist das die Personenzahl, bei Mode die Passform, bei Kosmetik der Hauttyp. Genau diese Eigenschaften gehören in die Suchfilter, und sie müssen in den Produktdaten gepflegt sein.

Hebel 9: Bestimmen, was oben steht

Drei Regeln für die Reihenfolge

Quellen: Hookain Case Study; Sallys Shop × Doofinder; Doofinder-Nachfrageanalyse Mode Q1 2026. Ergebnislisten schematisch.

Die Reihenfolge der Ergebnisse ist eine geschäftliche Entscheidung. Hookain zeigt bei passenden Suchen zuerst die Eigenmarke, weil sie eine höhere Marge hat. Andere Marken erscheinen weiterhin, nur weiter unten.

Genauso wichtig ist, was nicht erscheint. Sallys Shop schließt einzelne Motivgutscheine bewusst aus den Ergebnissen aus. Statt fünf fast gleicher Varianten erscheinen nur zwei Standardgutscheine, und die frei gewordenen Plätze gehören Produkten.

Ein Sonderfall ist ähnliche Bedeutung: Verlobungsringe, Trauringe und Eheringe liegen sprachlich nah beieinander und kamen zusammen auf rund 7.000 Suchen. Für den Käufer sind es verschiedene Produkte zu verschiedenen Anlässen. Wer „trauringe“ sucht, sollte zuerst Trauringe sehen. Dafür braucht es Regeln, die eine rein automatische Suche nicht kennt.

Hebel 10: Die mobile Ergebnisseite

Wo die neue Suche am meisten bringtBeispiel Kölle Zoo

Drei Fragen für deinen Mobil-Check

  • 1

    Sind Filter erreichbar, ohne zu scrollen?

    Ein sichtbarer Filter-Button direkt über den Treffern reicht.

  • 2

    Verdeckt etwas die ersten Treffer?

    Cookie-Hinweis, Banner, Chat. Bei Petromax verdeckt ein Overlay den Berater, erkannt, aber noch nicht behoben.

  • 3

    Lädt die Seite schnell genug?

    Mobil kommen kürzere Anfragen, mehr Tippfehler und weniger Geduld als am Desktop.

Quellen: Kölle Zoo Case Study; Petromax × Doofinder. Smartphone schematisch, auf echten Geräten prüfen.

Bei Kölle Zoo stieg die mobile Conversion Rate nach dem Wechsel auf die neue Suche um 25 %, am Desktop um etwa 10 %. Der Unterschied ist kein Zufall: Mobil sind die Reibungsverluste am größten.

Petromax zeigt, wie schnell das passiert. Dort verdeckt ein Overlay auf dem Smartphone den Berater. Das Problem ist erkannt, aber noch nicht behoben. Prüf deine mobile Ergebnisseite deshalb regelmäßig auf echten Geräten: Sind Filter erreichbar, ohne zu scrollen? Verdeckt ein Banner, Cookie-Hinweis oder Chat die ersten Treffer? Lädt die Seite schnell genug?

Ebene 4: Die Pflege

Hebel 11: Suchdaten jeden Monat auswerten

Top-SuchbegriffeBeispiel Sallys Shop

Vom Post in den ShopBeispiel Sallys Shop

„emaille“ liegt deutlich vor allen anderen Begriffen. Solche Daten zeigen, welches Sortiment wachsen sollte.

Was in Social Media passiert, zeigt sich sofort in der Suche und damit in den Daten.

Deine Routine1 Stunde im Monat

1

Top-Suchbegriffe prüfen

Passen die ersten Treffer zu jedem Begriff der letzten 30 Tage?

2

Null-Treffer abarbeiten

Jeder Begriff bekommt ein Synonym, eine Umleitung oder eine Weiterleitung.

3

Suchen ohne Klick ansehen

Ergebnisse da, aber niemand klickt: Die Reihenfolge stimmt nicht.

4

Trends notieren

Begriffe mit steigendem Volumen zeigen, was das Sortiment braucht.

Quelle: Sallys Shop × Doofinder, Auszug aus Searched terms und Clicked results.

Die Suchleiste ist das einzige Feld im Shop, in das Kunden freiwillig hineinschreiben, was sie wollen. Bei Sallys Shop stand „emaille“ mit 745 Suchen ganz oben in der Liste, deutlich vor „vorratsdosen“ und „brot“. Als Sally eine Porridge Box auf Instagram zeigte, war das Produkt kurz darauf das meistgeklickte Suchergebnis im Shop.

Aus solchen Daten leitet Sallys Shop Entscheidungen ab: welches Sortiment erweitert wird, welche Rezepte Priorität bekommen und welche Bestseller in Kampagnen gehören.

Für den Anfang reicht eine Routine von einer Stunde im Monat:

  1. Top-Suchbegriffe der letzten 30 Tage prüfen. Passen die ersten Treffer zu jedem Begriff?
  2. Null-Treffer-Liste abarbeiten. Jeder Begriff bekommt ein Synonym, eine Umleitung oder eine Weiterleitung.
  3. Suchen ohne Klick ansehen. Wo Ergebnisse erscheinen, aber niemand klickt, stimmt die Reihenfolge nicht.
  4. Trends notieren. Neue Begriffe mit steigendem Volumen zeigen, was das Sortiment als Nächstes braucht.

Welche Kennzahlen dafür wichtig sind, steht im Artikel zur Suchanalyse.

Dein nächster Schritt

Öffne heute die Null-Treffer-Liste deines Shops und such nach Produktnamen, die du selbst führst. Bei Petromax waren es über 400 Suchen. Jede davon ist ein Kunde, der kaufen wollte und eine leere Seite bekam.

Wenn du sehen willst, was eine bessere Suche bei dir verändert: Bei Sallys Shop stieg der Anteil der Suchen, die zu einem Kauf führen, von 3,9 % um 30,8 % auf rund 5,1 %. Suchende kaufen dort mit neunfach höherer Wahrscheinlichkeit als andere Besucher.

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Eigene Suchdaten

Kundenvorträge

  • Petromax × DoofinderMerchant Inspiration Talks, 17.09.2026: Doofinder Analytics (12 Monate, alle Geräte) und A/B-Test KI-Berater auf den Produktseiten
  • Sallys Shop × DoofinderE-Commerce Berlin Expo 2026: Wie Community, Content und KI 2026 konvertieren

Case Studies

Alle Kundenkennzahlen beziehen sich auf den Zeitraum nach dem Wechsel auf die neue Suche. Stand: Oktober 2026.

FAQ: Häufige Fragen zur Suchfunktion im Onlineshop

Beginne mit deinen Suchdaten, nicht mit dem Design. Prüf die häufigsten Suchbegriffe und die Suchen ohne Ergebnis. Die drei Maßnahmen mit dem schnellsten Effekt sind meist Tippfehlertoleranz, Synonyme für die häufigsten Begriffe und Weiterleitungen für Service-Suchen wie „retoure“.

Auf dem Desktop im Header, gut sichtbar und breit genug für mehrere Wörter. Auf dem Smartphone als sichtbares Feld statt hinter einem Icon, weil mobile Nutzer weniger Geduld haben und kürzer suchen.

Beide Begriffe meinen dasselbe: die interne Suchfunktion einer Website oder eines Onlineshops. „Site Search“ ist im englischen Sprachraum verbreiteter, im Deutschen wird oft von Onsite Search oder Shop-Suche gesprochen.

Kläre zuerst den Grund. Fehlt der Begriff in den Produktdaten, hilft ein Synonym. Führt der Shop das Produkt nicht, hilft eine Umleitung auf eine Alternative. Sucht der Kunde eine Information, hilft eine Weiterleitung auf die passende Seite. Eine leere Ergebnisseite sollte nie die letzte Antwort sein.

B2B-Kunden suchen häufig nach Artikelnummern, technischen Bezeichnungen und Attributen. Die Suche muss deshalb exakte Treffer bei Nummern liefern und gleichzeitig Facetten wie Maße, Material oder Norm filtern können. Mehr dazu im Artikel zum B2B-Shop.